LTC Baustellemanagement | Case: ProRail
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Interview mit Jan Boeve, ProRail

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Nordholland hat ProRail jetzt auch mit der Meldung von Arbeiten am Schienennetz in LTC Straßenbauarbeiten & Veranstaltungen für die Provinz Utrecht und Flevoland angefangen. Der Beitritt von ProRail zur LTC-Familie ermöglicht eine bessere Abstimmung von Arbeiten der Straßenverkehrsbehörden mit denen der Eisenbahnverwalter. Nachfolgend ein Interview mit Jan Boeve, Bauleiter der Eisenbahngesellschaft Prorail.

Was war für die Eisenbahngesellschaft Prorail der Anlass nach einer Lösung zur Digitalisierung der Eisenbahnarbeiten zu suchen?

Jan: “Früher erfolgte die Abstimmung und Kommunikation mit externen Parteien, wie z.B. die Straßenverkehrsbehörden und Notdienste, relativ ad hoc. Arbeiten am Schienennetz wurden eingeplant, jedoch fand erst kurz vor deren Durchführung Kontakt mit allen Beteiligten statt. Aufgrund der riesigen Verkehrsdichte auf der Straße, aber auch aller Eisenbahnarbeiten war der Bedarf groß, frühzeitig und besser Planungen aufeinander abstimmen zu können. Aufgrund meiner Rolle als Bauleiter, wobei die Abstimmung mit externen Parteien an der Tagesordnung ist, habe ich an dem internen Projekt mitgewirkt.“

Können Sie etwas über die Arbeitsweise und Zusammenarbeit erzählen?

“Ein schönes Beispiel ist die RegieGroep Noord-Holland. In dieser Gruppe sind verschiedene Parteien vertreten, wie z.B. Infra-Verwalter, Straßenverkehrsbehörden, Verkehrs- und Wasserwirtschaftsbehörden, sowie Gemeinden. Da jetzt jeder mit dem gleichen Programm arbeitet, können alle Planungen und somit auch die Arbeiten sehr einfach aufeinander abgestimmt werden und es gibt eine Gesamtübersicht von Straße und Bahn. Wenn jetzt Arbeiten am Schienennetz geplant sind – wodurch zum Beispiel eine Eisenbahnbrücke gesperrt wird bzw. Verkehrsstörungen an Bahnübergängen entstehen – ist auch direkt deutlich, wo mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen auftreten werden. Darüber hinaus stehen die Informationen auch beispielsweise Notdiensten und Busgesellschaften zur Verfügung. Die gemeinsame Zusammenarbeit wurde hierdurch wesentlich verbessert. Außerdem erfahre ich auch die Zusammenarbeit mit Andes als angenehm. Andes ist eine Partei, die den Wünschen der Kunden immer offen gegenüber steht. Verbesserungsvorschläge leite ich an den Account Manager weiter, der diese dann anschließend mit den Technikern von Andes abstimmt. Das funktioniert bestens durch kurze (Kommunikations-)Wege.“

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Verbesserung?

“Die entscheidende Verbesserung ist, dass wir unsere Tätigkeiten jetzt bereits im Vorfeld den anderen Straßenverkehrsbehörden melden können. Im September, also noch in diesem Monat, ist die Jahresplanung für 2018 fertig und alles wird in LTC eingegeben, inklusive aller mit der Eisenbahn und den Bahnübergängen verbundenen landesweiten Arbeiten. Das bedeutet zum Beispiel für die Provinz Nordholland, dass sie bereits weit vorher sehen können, welche Konflikte in Bezug auf die Arbeiten vorhanden sind und wo Maßnahmen bzw. Abstimmung erforderlich werden. Wir freuen uns daher sehr über LTC. Einerseits ist der Arbeitsablauf viel transparenter geworden, andererseits wurde die Abstimmung und die Kommunikation mit allen Beteiligten verbessert. Momentan ist noch eine Abstimmung über die Selektierbarkeit des Eisenbahnnetzes in LTC während der Eingabe von Straßensperren und Umleitungen im Gange. Hiermit ist sofort erkennbar, wo sich die Beeinträchtigung und damit auch die Behinderung für den Verkehr befindet. Ich kann jedoch sagen, dass ich ein sehr positives Gefühl über Andes/LTC habe und das, was ihre Software uns – aber auch den Parteien, mit denen wir zusammenarbeiten – gebracht hat.“